Heute war / ist der Aktionstag ”Sauberes Schleswig-Holstein”. Freiwillige Helfer waren überall dort an Weg und im Gebüsch, wo doofe Menschen die letzten 12 Monate ihre Visitenkarte der Doofheit hinterlassen haben – auch Müll genannt. Müll oder Luft im Kopp, da kommt es gar vor, dass man Sachen einfach auch mal ins Wasser fallen lässt. Und so waren gar Rettungstaucher der Itzehoer Feuerwehr aktiv – schwer zu sehen, da unter Wasser …
Flaschen sind gängige Unterwasserfunde gewesen – Scherben eignen sich bekanntermaßen gut für unfreiwillige Blutentnahme bei Mensch und Tier, die sommers gerne mal Füße und gar Körper auch in der bebadbaren Edendorfer Tonkuhle abkühlen mögen.

Neben einem Buggy fand man auch Gefährlicheres: Ein Ölfass! Wahrscheinlich kam deshalb noch das silber-blaue Fahrzeug inklusive Insassen der Firma “Freund und Helfer ab und zu” vorbei. Dank an diese fleißigen Helfer/innen und all die anderen Leute, die Freizeit für einen guten Zweck einsetzten!

Das gab es lange nicht mehr: Angestellte des Rathauses Itzehoe streiken. Heute morgen, 7:30 Uhr, trafen sich Verdi Organisierte vorm Rathaus. Von dort ging es weiter Richtung Elmshorn (wenn meine Ohren mich nicht betrogen haben … ich nehme mal an zu einer zentralen Kundgebung). Grund des Streiks s ist ein unbefriedigendes Angebot der Arbeitgeber auf die Forderung der Gewerkschaft(en). Die Angestellten wollen endlich wieder Anschluss an die normale Lohnentwicklung finden, da sie sich in den vergangenen Jahren mit Nullrunden oder Minimalerhöhungen zufrieden geben mussten. Schlimmer dran sind zwar die Beamten, die gar Lohnverluste hinnehmen mussten bei zugleich verlängerter Arbeitszeit – die aber dürfen nach beamtenrechtlichen Vorschriften nicht streiken.



“Tippelei”, so nennen die zünftig reisenden Wandergesellen und -Gesellinnen selbst Ihre traditionelle Wanderschaft im Handwerk. “Auf der Walz” gilt den meisten als Unwort, “Tippelbrüder” sind etwas anderes und wer eine schwäbische Töpferin als “Hamburger Zimmermann” anspricht, darf kaum auf eine freundliche Antwort hoffen – so nachzulesen auf tippelei.de! Die Zwei auf dem Foto wissen auf jeden Fall, wo es lang geht: Immer geradeaus und in diesem Fall durch Itzehoe. Proviant im Gepäck und ein wenig im körpereigenem Endlager – da kann nix schief gehen. Kommt gut dort an, wo Ihr ankommen wollt!
An in der Renovierung befindlichen Häusern der Colonia Estate, verwaltet von der CURANIS, hängen unübersehbar Protesttransparente mit der Aussage “ARBEIT GELEISTET – KEIN LOHN – SCHANDE!”. Bauarbeiter sah man zum Zeitpunkt der Aufnahme keine. Was also konkreter Hintergrund des Protestes ist ,kann derzeit noch nicht gesagt werden. Ein Telefonat mit CURANIS heute verlief bis jetzt ergebnislos, da der Zuständige für das Objekt in Itzehoe nicht erreichbar war. Um Rückruf wurde gebeten … Danach wird dieser Text ergänzt werden! Siehe unten! (Foto-Überbringer: Holger)


Ergänzung 22.01.2008: Rückruf der Fa. Curanis
Nach einem ausführlichen Gespräch mit einem kompetenten Vertreter der Fa. Curanis muss festgestellt werden, dass der Baustopp bei den Arbeiten an der Wohnanlage in Edendorf nicht mit Subventionen zusammenhängt. Diese bestehen ausschließlich in Zinsvergünstigungen, also nicht in irgendwelchen öffentlichen Zahlungen. Vielmehr gibt es Unstimmigkeiten zwischen Auftraggeber Curanis und ausführenden Firmen. Seitens Curanis und dem Hersteller des Dämmsystems wurde eine mangelhafte Werksausführung festgestellt, bei dessen Fortführung die gewünschte Energieeinsparung gefährdet wäre.
Momentan ist aufgrund solcher Vertragsstreitigkeiten ein Rechtsstreit anhängig. Ausstehende Lohnzahlungen können also nur ein Verschulden der diese beschäftigenden Unternehmen bzw. Subunternehmen sein. Curanis hat Verträge mit Firmen, nicht mit von diesen beschäftigten Personen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Anbringung von Transparenten von Firmen selbst initiiert wurden.


Seit heute werden am Sieversbek uralte und teils ziemlich morsche Pappeln (?) entfernt. Aufgrund ihrer Höhe ist ein Spezialunternehmen tätig. Wie auf dem oberen Foto erkennbar werden zuerst Äste von einem Kran gesichert – also quasi an den Haken genommen – und anschließend vom Stamm abgesägt. Anschließend wird der Stamm herabgelassen und geschreddert. Das untere Foto lässt mehr von der Arbeitspalltform des anscheinend nicht höhenängstlichen Arbeiters erkennen. Die Krähen verlieren zwar einen jahrelangen Treff- und Sammelpunkt, letztlich aber stellten die Bäume mehr und mehr ein Sicherheitsrisiko für Passanten und Wohnhäuser dar. Schade ist, dass es immer weniger vergleichbar große Bäume in Itzehoe (ausserhalb der Wälder) gibt.