Die alte Müllerkate ist das zweite von sechs Häusern, das ich Euch heute zeige. Ist es nicht allerliebst?! Alle Info könnt Ihr vom Schild ablesen …


Die alte Müllerkate ist das zweite von sechs Häusern, das ich Euch heute zeige. Ist es nicht allerliebst?! Alle Info könnt Ihr vom Schild ablesen …


… beziehungsweise zu Schutt und Asche, aus der dann quasi wie Phönix aus der Asche ein neues Gebäude entsteht. Allerdings kein Jugendhaus, sondern ein Werkstattgebäude für die Kreisberufsschule. Dahinter steckt allerdings kein böser Wille seitens der Stadt Itzehoe, sondern eine etwas kompliziertere Geschichte ,,, die nach den Fotos weitererzählt wird!
Achtung: Alle folgenden Fotos können im Format 1024 x 768 angesehen werden – draufklicken, neue Seite öffnet sich!

Das ist der Eingang vom “Haus der Jugend” (hdj) Itzehoe vom Juliengardeweg aus.

So sieht’s (noch) rechts des Eingangs aus …

… und so links davon.

Die Rückseite des Hauses zeigt die wahre Größe des Hauses – zweifach.

Und was ist passiert? Baufällig sieht das rund 50 Jahre alte Haus nicht unbedingt aus. Dennoch: Es ist arg in die Jahre gekommen. Man hätte in naher Zukunft mächtig investieren müssen, um zeitgemäßen Standard herzustellen! Wollte man wohl auch, aber da meldete sich der Kreis Steinburg im Rathaus. Platzbedarf für die Kreisberufsschule war der Anlass. Während die Stadt eigentlich die Jugendherberge “Haus Göteborg” loswerden wollte (zu hohe, vom Rechnungshof monierte Belastung des Haushaltes) und Verhandlungen zur Übernahme durch den Dachverband der Jugendherbergen scheiterte, bekundete der Kreis Kaufinteresse. Das allerdings beinhaltete das HdJ! Und es wurden Fristen genannt, bis zu denen über den Verkauf entschieden werden musste…
Gut, das könnte man nun auch auf hundert DIN A4 Seiten detaillierter ausbreiten, am Ende wäre es kaum verständlicher. Klar war anscheinend nicht unbedingt, dass der Kreis derart schnell Pläne zur “Neunutzung” von Haus bzw. Fläche in die Tat umsetzen würde. Nun steht der Abriss in 1-2 Wochen an.
Die im Hdj geleistete Jugendarbeit muss somit vorerst provisorisch weitergeführt werden. Ein Teil wird stationär im Herbergselternhaus fortgeführt, ein Teil mobil. Hierfür wird ein Zirkuswagen o.ä. hergerichtet werden und zusätzliche Räume werden nach Bedarf angemietet werden. Parallel wird an einem Konzept für ein neues Domizil gearbeitet werden. Damit bietet der Verlust des alten HdJ die nicht unbedingt schlechte Chance, für die jungen Menschen der Stadt etwas richtig Gutes auf die Beine zu stellen. Allerdings muss wohl 2-3 Jahre Geduld aufgebracht werden.
So betrachtet können “nur” zwei Sachen kritisch angemerkt werden: Erstens das für Weiterdenker der Verlust des Hauses hätte erkennbar sein müssen, sich hier also niemand als unwissend darstellen sollte. Wichtiger aber zweitens, dass das Haus letztlich auch Opfer von Parkplätzen wird. Denn die Berufsschule hat ausreichend Fläche für neue Bauten. Man müsste “nur” ein Parkhaus bauen! Aber Parkhäuser werden in Itzehoe nur da gebaut, wo sie niemand benötigt. Ansonsten nur zu ebener Erde. Da dürfen gerne Häuser und Wälder (Beispiel Hackstruck) dran glauben. Hauptsache, niemand muss länger als drei Minuten zu Fuß laufen.
Der Lornsenplatz in Itzehoe ist ein ganz normaler Platz: Kleinere und größere Häuser, Grünzeug und mittendrin viel Raum = Platz – wie heute üblich überwiegend zum Parken. Ein normaler Platz, wenn da nicht ein fast unübersehbarer Stein mit der Aufschrift “BERLIN” stünde. Warum? Dieser Stein erinnert an den Jahre nach dem 2. Weltkrieg errichteten Nachbau des Brandenburger Tores am Lornsenplatz. Der Nachbau stand dort zu Zeiten des “Kalten Krieges“. Wie an dem kleinen Schild “3 geteilt … niemals” zu erkennen, konnte man sich in jenen Jahren mit einem Landabtritt jenseits der Oder-Neiße Linie nicht abfinden. Als hätte Deutschland weder den Krieg begonnen noch verloren! Irgendwann, als man endlich die Blödsinnigkeit dieses obskuren Bauwerkes erkannte, wude es beseitigt.
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Das Holstein-Center feiert in diesen Wochen sein 35 jähriges Bestehen. Im September 1972 begann der Geschäftsbetrieb. Nach ca. 25 Jahren Betriebszeit wurde eine grundlegende Sanierung zur Revitalisierung des Zentrums mit den 2 Verkaufsebenen und einer vermietbaren Fläche von 14.607 m² einschließlich einer Parkfläche für ca. 1.000 Stellplätze geplant und unter laufendem Betrieb realisiert. Bis zum Frühjahr 2002 versuchte die Mühlhan Vermögensveraltungs- und Projektierungsgesellschaft, mehrere Jahre lang Investor und Betreiber des HC, dem Center frisches Leben einzuhauchen. Aber die neue Glaskuppel des Umbaus Ende der 90er Jahre über und Glasfahrstühle zwischen den beiden Einkaufsstraßen reichten nicht: Ladenfronten waren zusehends mit Holzplatten verkleidet oder mit Schaufensterdekorationen kaschiert. Ein Eigentümerwechsel fand statt. Mit rund 17 Millionen Euro “im Gepäck” begann die Albrecht Vermögensverwaltungs AG das Holstein Center umzugestalten. .. Erst jetzt, wiederum unter einem neuen Eigentümer – das Holstein Center wurde 2006 für ca. 40 Millionen Euro an die britische “Edingburgh House” Investorengesellschaft verkauft – scheint sich die Situation des Centers zu stabilisieren. So viel in Kürze zur Geschichte des Einkaufszentrums.
Der Geburtstag und zwei große, frisch ausgegrabene Werbegrafiken aus der Anfangszeit des Centers (Scans: T. Kriesel) sind jetzt Anlass, die unter iziz.de/PMIX.de veröffentlichten Fotos auf eine neue Größe zu bringen. Alle Bilder sind jetzt 2-3 größer, als bislang! Auf der Auswahlseite sind im oberen Bereich auch neu die zwei Scans zu finden – in riesiger Größe! Viel Spaß: Hier geht es zur Übersicht!
(Alle folgenden Bilder stehen auch als Zoom zur Verfügung – draufklicken!)
Am 15.10.1857 fuhr der erste Zug Itzehoe an. Neun Tage davor war die Bahnlinie eingeweiht worden. Das obere Bild zeigt den Bahnhof in den (ca.) 1890er Jahren. Mehr alte Bilder gibt es auf den PMIX ”Itzehoe damals” Seiten -> Bahnhofsbilder.
Verändert hat sich seit damals sehr viel. Insbesondere die Technik hat sich stark gewandelt. Die Gebäude- und auch Gleisstrukturen sind jedoch in vielen Punkten identisch.
Das linke Foto ist aus der PMIX Serie “Bahnhof Itzehoe” aus 2002 -> alle sehen. Das rechte Bilder ist aus der PMIX-Sammlung “Itzehoe heute” (2005-07) von Heinz Matschall -> hier alle Fotos sehen.

Trotz aller Veränderungen ist der Bahnhof dennoch der Ort der Neuzeit, der sich noch am ehesten – auch ohne Lokomotiven und Gleise – mit alten Bildern vergleichen lässt.
Damals war es ähnlich schwer wie heute, sich auf so ein Projekt und dessen Ausführung zu einigen. Erst stritt man über die Streckenführung, dann gab es Probleme den erforderlichen Grund und Boden aus privaten Händen zu erwerben. Die Bahnstrecke endete damals vor der Stör, auf dem Gelände, auf dem Alsen entstand. Hier entstand ein kleiner Bahnhof. Erst 1878 wurde die Bahnlinie über die Stör geführt und der heutige Bahnhof errichtet.
(Ausführlicherer Artikel aus der Norddeutschen Rundschau ist nachzulesen als Kommentar 1!)