
Die Woche begann gestern für die einen Besucher der Stadt mit Freude, für andere mit Schrecken: Buden vor Hertie. Die Vorboten, dass nun der Konsumterror die Straßen erobern wird, sind sichtbar. Zu negativ formuliert? Ok, dann noch einmal für die breite Mehrheit: Die Vorboten für die schönste Zeit des Jahres …. für den süßen Genuss zwischendurch …. für den Glühweinglimmer und lallende Gespräche … Ich bekomm es verbal nicht hin. Kurz und knapp: Die ersten Jahresend-Buden sind aufgestellt. Die Weihnachtsgirlanden sollen bereits abrufbereit irgendwo rumliegen und werden zwanghaft folgen. Wohl bekommt’s – oder so! (Foto: Birgit)


Jahrzehnte gab es an der Edendorfer Straße die Firma Kurrat. Mit Holz wurde gehandelt, Holzhäuschen und Carports verkauft und aufgebaut. Bereits seit längerer Zeit Jahr existiert der Betrieb nicht mehr – das Gelände war davon jedoch weitgehend “unbeeindruckt”. Einige Bauten verschwanden zwar bereits von der Bildfläche – die weitere Nutzung jedoch war ungewiss. Erst wollte der Eigentümer Embacher dort einen Indoor-Spielplatz errichten, scheiterte aber am Nein der Stadt. Danach liebäugelte ein Supermarkt mit dem Grundstück. Auch dessen Ansiedlung wurde abgelehnt (die Nachbarn danken’s). Nun sollen acht Stadthäuser errichtet werden.
Waren die bisherigen Ablehnungen nachvollziehbar – schließlich grenzt das Gelände an die Tonkuhle, einem Naturschutzgebiet – verwunderte nun eine erneute Verhinderungshaltung der SPD, die mit dem Festhalten an einem B-Plan begründet wurde … wobei den Rest zu erklären ich nicht in der Lage bin … Zudem verwies SPDler Rainer Lutz darauf, dass nach dem Landesnaturschutzgesetz zu einem Gewässer, wie der direkt angrenzenden Tonkuhle, ein Abstand von 50 Metern eingehalten werden müsse. “Ich sehe nicht ein, dass man einem Investoren die Möglichkeit gibt, das Grundstück gegen bestehende Regelungen auszunutzen” waren seine Worte – missachtend, dass Gebäude des Betriebes schon immer näher am Gewässer standen und auch, dass im Gegenzug die Häuser fast auf der Straße stehen müssten. Das klingt ein wenig nach dem Prinzip “dagegen sein, irgendeinen Grund werden wir schon finden”. Die CDU hat sich vor zwei Wochen dann aber durchgesetzt. Die Stadthäuser können nun gebaut werden. Wie man sieht, laufen bereits die Vorbereitungen, indem noch vorhandene Bebauung beseitigt wird. (Fotos: Pietsch)

Eigentlich wollte ich dieses Jahr auf das obligatorische Herbstfoto verzichten. Machen ja schließlich alle Webfotografen, solche Baum- und Landschaftsbilder des Herbstes. Na ja, ehrlich gesagt fand ich das, was ich mir als schönes Herbstbild vorstellte, nicht. Gestern allerdings empfand ich den Anblick heute abgebildeten Baumes dann doch so gut, dass nun doch noch der Herbst zu Bilde kommt. Gut sichtbar ist hier, wie unterschiedlich die Färbung dieses Jahr erscheint: welkes Gelb stößt auf sattes Grün. Und ich frage mich: war es früher nicht bunter? Oder lief das Entlauben über einen längeren Zeitraum ab? Oder trügt mich einfach nur mein Erinnerungsvermögen? Vielleicht weiß jemand die Antwort … Weils so schön ist (das Foto) packe ich am Wochenende vielleicht noch eins rein.

Das Gebäude, in dem das Stadtmanagement beheimatet ist, leuchtet in Zukunft! Natürlich nicht alles, aber … lesen wir mal, was die “Bewohner” des Hauses dazu mitzuteilen haben:
“In diesem Jahr ist für die touristische Vermarktung Itzehoes viel bewegt worden. Als sichtbares Zeichen dieser Weiterentwicklung wird der neue Stadtmanager, Herr Wolfgang Helms in Anwesenheit geladener Gäste am Sonntag, den 4. November 2007 (verkaufsoffener Sonntag), um 17.00 Uhr die Vorstellung der neuen Leuchtwerbung “Tourismus Information Itzehoe” an unserem Gebäude in der Kirchenstraße 2 vornehmen. Im Anschluss daran ist geplant, dass die Kinder vom Laternebasteln zu uns stoßen werden und die 10 schönsten selbstgebastelten Laternen prämiert werden, diese erhalten eine Freikarte für das Kino “Burgtheater”.
Ooops, Laternen auch noch – da braucht man wohl fast Sonnenbrillen. Und das ist dann noch ein Grund, das Haus heute hier schon mal anzuschauen, ist etwas blendfreier … (Foto: Stadtmanagement)

Es war 1980, als ich eine Wohnung in der Neustadt bezog. Ich weiß nicht mehr, ob ihr da schon den Fuß-/Radweg an der Adenauer Allee säumtet oder ob man euch grad pflanzte. Jung seid ihr noch, aber dennoch kränklich. Eure Kollegen um die Ecke, die direkt die Schumacher Allee säumen, sind schon sooo krank, dass sie in Kürze alle gefällt werden. Auch unter euch sind drei Artgenossen, die im Sterben liegen und bald der Kreissäge zum Opfer fallen werden. Wie ich erfahren habe, bekommt ihr Radweg-Steher noch eine Gnadenfrist – und vielleicht ist das noch nicht der letzte Herbst, den ihr die Stadt verschönert. Ein Pilz ist euer Feind, eingeschleppt von irgendwoher. Weil die Menschen kreuz und quer durch die Weltgeschichte reisen müssen und auch im Winter Südfrüchte mampfen wollen. So einfach ist das und … irgendwie traurig blöd. Haltet durch! (Foto: Birgit)