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15. Februar 2008

Streik im Rathaus

 

Das gab es lange nicht mehr: Angestellte des Rathauses Itzehoe streiken. Heute morgen, 7:30 Uhr, trafen sich Verdi Organisierte vorm Rathaus. Von dort ging es weiter Richtung Elmshorn (wenn meine Ohren mich nicht betrogen haben … ich nehme mal an zu einer zentralen Kundgebung). Grund des Streiks s ist ein unbefriedigendes Angebot der Arbeitgeber auf die Forderung der Gewerkschaft(en). Die Angestellten wollen endlich wieder Anschluss an die normale Lohnentwicklung finden, da sie sich in den vergangenen Jahren mit Nullrunden oder Minimalerhöhungen zufrieden geben mussten. Schlimmer dran sind zwar die Beamten, die gar Lohnverluste hinnehmen mussten bei zugleich verlängerter Arbeitszeit – die aber dürfen nach beamtenrechtlichen Vorschriften nicht streiken.


14. Februar 2008

Alsen – das ist ja riesig!

Kategorie: - Amt + Würden, -> 1000 TAGE ITZEHOE & ICH – PMIX – 11:40

Riesig ist es keinesfalls, was auf Alsen passiert. Erst hat die Stadt kürzlich eine 50.000 qm große Fläche für einen Quadratmeterpreis von 25 Euro (Rohbauland inkl. Ruinen) erworben und macht so, als sei das das Positivereignis des Jahres – aber lässt dabei unter den Tisch fallen, dass der Preis 1994/5 lediglich bei 2,25 Euro gelegen hätte. Damals lehnte man für eine größere Fläche ab. Jetzt kauft man zum mehr als 10-fachen Preis von dem, der damals gekauft hat.

Und nun rücken die Kommunalwahlen näher und man bemerkt, dass man genauso weit ist, wie vor der letzten Wahl. Nämlich in einem Zustand der Ahnungslosigkeit und Fantasiefreiheit. Und das wird dann auch noch freudig dokumentiert.

Wegen der kommenden Wahlen nimmt die Zahl der Fotos mit CDU Politikern, die sauber auf dem Gelände aneinandergereiht stehen, zu. Um die Bilder in die Presse und so an die potenziellen Wähler zu bringen, streuen die Fotoobjekte ihre Pläne für das Gelände unters Volk. Allerdings kann man kaum was davon als wahre Pläne bezeichnen, sondern es sind im Konjunktiv geschilderte Wunschvorstellungen, die auch jedes Schulkind zu äußern in der Lage wäre. Alles also Show mit genauso wenig Ideen, wie vor der letzten Wahl.

Gut das PMIX zwei riesige Panoramafotos geschenkt bekommen hat. Nun können die Tiefdenker von der CDU und ihr ebenfalls fantasierender Kollege von “Planet Alsen”, Studt, auch am heimischen Monitor weiter schauen und die Probleme aussitzen. Die fünf Jahre bis zur nächsten Kommunalwahl gehen sicher schnell vorbei. Dass das nicht PMIX Fantasie sein muss, lässt sich aus dem NR-Artikel zum aktuellsten Foto am 14.02. herauslesen. Dort steht:

Im kommenden Architektursommer sollten die Studenten planen, was Realität werden könne, sagte Fraktionschef Ralph Busch. Das könne dann zwar nicht von heute auf morgen, aber peu à peu realisiert werden. Ein “Anforderungskatalog”, so das immer wieder gebrauchte Wort, soll von der Politik kommen. “

Peu à peu sollte sich der/die geschätzte Leser/in nun die Fotos (je fast 1 MB!) anschauen (Draufklicken und im Zoombild von links nach rechts scrollen!) und erst wieder bei der Kommunalwahl daran denken, wem sie einen Denkzettel erteilen ….

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Fotos: Heinz Matschall

10. Februar 2008

Die letzten 8 Monate der Jugendherberge …

Kategorie: - Amt + Würden, - Häuser, -> 1000 TAGE ITZEHOE & ICH – PMIX – 13:38

 

… brechen in Kürze an. Bis zum 31.10. 2008 hat sie noch geöffnet, dann ist Schluss. Wie zum Haus der Jugend berichtet (Bild-Wand # 573) hat die Stadt Itzehoe das Grundstück mit Herberge und HdJ an den Kreis verkauft. Ausgangspunkt war die Unrentabilität der Herberge “Haus Göteborg”. Der Entscheidung entgegen kam, dass die Zahl der Herbergsbetten im Kreis Steinburg nach Schließung dennoch irgendwelchen rechtlichen Erfordernissen entspricht, da grad in den vergangenen Tagen die neue Herberge in Glückstadt mit 75 Plätzen fertiggestellt wurde und so das Kontingent nach Angaben von Experten somit mehr als erfüllt ist.
Es muss nicht gesagt werden, dass die Itzehoer auch diesen altbekannten Anblick vermissen werden. Die Stadt verliert ihr bekanntes und liebgewordenes Gesicht ….


9. Februar 2008

Wald – Wahrheit & Gedicht

Kategorie: - Verse, -> 1000 TAGE ITZEHOE & ICH – PMIX – 12:57

 

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“Stadt im Grünen” stand einst auf Postkartengrüßen,
heute tritt Itzehoe dieses Erbe mit Füßen.

Wer Wald will, der kann es sich kaufen,
egal ob da Tiere leben und laufen.

Die Stadt lebt dummes Verhalten dem Bürger vor
und so hat er für Ökologie kaum ein Ohr.

Wald muss einen Sinn doch haben,
beispielsweise für Abfall – ablegen oder vergraben.

Solange man da nicht drin parken kann,
bietet er wenigstens Platz für Dreck von hier und nebenan.

Wald ist sonst für nix zu gebrauchen -
Kapitalisten sind so stets am Fauchen:

Her damit, den Wald brauch ich mehr als die Natur,
soll arbeiten für mein Kapital rund um die Uhr.

Die Menschen glauben an alte Argumente,
sie gehen ja eh irgendwann nach der Rente.

Wen interessiert, was wir Kindern hinterlassen,
sollen Nachfahren unsere Dummheit doch hassen.

Langfristig denken war nie unser Können,
wir wollen erst mal uns das Beste gönnen.

Itzehoe allaaf und helau –
hier regiert die Dummheit … unter aller Sau.

5. Februar 2008

Wetten, daß das Klinikum den Hackstruck kaputt bekommt!?

Kategorie: - Amt + Würden, - Grünzeug, -> 1000 TAGE ITZEHOE & ICH – PMIX – 11:53

So viel Fläche wie nötig, aber so wenig wie möglich – an diesem Prinzip soll sich das Klinikum bei den Bauabsichten im Hackstruck orientieren.

So stand es gestern in der Norddeutschen Rundschau. Der Satz fasst zusammen, was beim Umweltausschuss der Stadt itzehoe herausgekommen ist. Um die Änderung des Landschaftsplanes ging es. Der wurde geändert, mit nur einer Gegenstimme (Frau Bauhaus, Grüne), so daß nun der Weg für weitere Landschaftsverbrauchspläne des Klinikums ein wenig mehr geebnet ist. Einige Worte abstimmender Gemeindepolitiker erreichten dabei die “10″ auf einer fiktiven Skala intelligenzleerer Sprüche.
Rolf Siegmund (CDU) behauptete keck auf dem bestehenden Gelände sei alles geprüft, ein Parkhaus sei zu teuer, “wir müssen wirtschaftlich denken” – es bleibe nur der Hackstruck. Dessen Erholungswert sei nicht so groß, “die Wege sind in jämmerlichem Zustand” . Und außerdem bleibe ja noch “eine ganze Menge an Wald bestehen” . Die Klinik habe den Bedarf schon von einst sechs auf vier Hektar reduziert.
Nicht im Sechziger Jahre Stil dagegen argumentierte der Kreisnaturschutzbeauftragte Lothar Wittorf : Der Hackstruck sei ein “besonderes historisches Waldstück” , das schon 1651 erwähnt wurde und einen beeindruckenden Pflanzen- und Tierbestand aufweise. Der Kindergarten zum Beispiel müsse nicht direkt neben dem Klinikum liegen. “Er verträgt eine gewisse Entfernung zum Arbeitsplatz – das ist Alltag für jedes Elternteil.”Die Pläne des Klinikums seien wirtschaftliche Entscheidungen. “Das sind zeitlich sehr kurzlebige Dinge.” Dem stünden Werte gegenüber, die nicht ersetzbar sind. Zudem habe die Klinik auch leichtfertig Flächen vergeben – “mit dem Blick darauf, dass sie ja Baulandreserve im Hackstruck hat”. (Artikel ist nicht mehr online!)
Übrigens: Ausser einem Kindergarten will das Klinikum auch ein Patientenhotel bauen – warum hat man vor einiger Zeit nicht das dichtgemachte Hotel Immobilia hierfür erworben?

Achtung: Alle folgenden Fotos können im Format 1024 x 768 angesehen werden – draufklicken, neue Seite öffnet sich!

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Das Klinikum hat bisher Vieles dafür getan, daß weiterer Landverbrauch erforderlich ist – beispielsweise nur ein- oder zweigeschossig gebaut. Höhere Bauten würden mehr Platz schaffen!

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Selbst bei den neuesten An- bzw. Neubauten wurde nicht in Richtung maximaler Nutzung geplant / gebaut!.

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Die Parkplatzfläche zwischen Rober-Koch-Str. und Klinikum ist gewaltig!

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Als Fußgänger wird einem das Ausmaß Schritt für Schritt vor Augen geführt ….

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… und die Anlage schafft einige Fantasie, wie man selbst zu ebener Erde an Ort und Stelle Platz schaffen könnte – beispielsweise der kombinierte Fuß-/Radweg mit Grünstreifen könnte umgestaltet werden. Allerdings könnten alle “Wünsche” des Hauses durch eine Bebauung genau dieser Parkplatzfläche gelöst werden. Parkhäuser unter der Fläche oder auf der Fläche wären realisierbar.

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Es finden sich gar noch großzügige Grünflächen mit geringer ökologischer Bedeutung an diesem Gelände.

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Aber lieber fällt man alte Bäume, nimmt den letzten Wildtieren (Rotwild im Hackstruck) ihren Rest-Lebensraum und teert alles über – weil das billiger ist, als vorhandene tote Fläche zu überbauen. Während alle gegen Abholzung von Regenwald in Südamerika und anderswo sind, werden vor der eigenen Haustür die Hausaufgaben nicht gemacht, sondern die Natur wird zerstört!

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Der Sinn eines Waldes ist nicht der Erholungswert, den Spaziergänger beim Laufen empfinden. Tatsächlich befinden sich die Wege im Hackstruck in einem teils desolaten Zustand. Dieser Zustand wurde herbeigeführt vom Eigentümer, dem Adeligen Kloster. Insbesondere in Straßen- und damit Sichtnähe wurde der Wald ab dem Zeitpunkt , zu dem die Kaufabsichten des Klinikums bekannt wurden, regelrecht verwüstet.

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Reiner Zufall oder abgekatertes Spiel? Es sei die Frage erlaubt, wer steckt hier mit wem “unter einer Decke”. Geht der Filz in Itzehoe soweit, dass nur noch persönliche Interessen bedient werden ohne Rücksicht auf die Menschen in der Stadt. – ohne Rücksicht auf kommende Generationen?

Mehr zum Hackstruck liest man ebenfalls bei iziz.de – hier klicken!